Diabetes Mellitus

Diabetikerlehrgang – Diabetes Mellitus

Der Begriff Diabetes mellitus kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie honigsüßer Durchfluss. Der Sammelbegriff Diabetes mellitus steht für verschiedene Störungen des Stoffwechsels, deren Leitbefund eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) ist.

TYP 1 Diabetes und TYP 2 Diabetes

Beim Krankheitsbild unterscheidet man zwei wesentliche Formen des Diabetes: TYP 1 Diabetes und TYP 2 Diabetes. Letzter tritt bei nahezu 90 % der Erkrankungen auf.

Die TYP 1 Diabetes beginnt meist schon in der Kindheit- oder Jugendalter. Ursache ist in der Regel ein Mangel an dem körpereigenen Hormon Insulin. In Folge steigt der Blutzuckerspiegel und die jungen Patienten müssen Insulin spritzen. Diabetes äußert sich bei Kindern und Erwachsenen oft durch starken Harndrang und ständigen Durst.
Das Risiko einer TYP 2 Diabetes erhöht sich durch ungesunde Ernährung, Übergewicht und mangelnde Bewegung. Der ungesunde Lebenswandel führt dazu, dass sich zu viel Glukose im Blut befindet. Neben regelmäßiger Bewegung und einer gesunden Ernährung helfen spezielle Medikamente den Blutzucker in den Griff zu bekommen.

Diabetiker leiden oft an Durchblutungsstörungen der Beine und Füße. Dadurch ist die Anfälligkeit für Infektionen viel größer und die Wundheilung verzögert.

Der Diabetiker als Patient in der Praxis

Der Diabetikerlehrgang ist in der med. Fußpflegeausbildung in der Fußpflegeschule Schäfer in Gießen ebenfalls inbegriffen. In dem Seminar werden die Besonderheiten bei Diabetes mellitus aufgezeigt. Wichtig für das Tätigkeitsfeld der Fußpflege ist die genaue Kenntnis des Krankheitsbildes, um den Patienten bestmöglich – auch gerade im Hinblick auf eine Prä-Diabetes – beraten zu können.

Die regelmäßig durchgeführte Fußpflegebehandlung ist eine nachgewiesene Diabetes Prophylaxe.

Zu beachten:

Die Behandlung dieser Risikogruppe ist den Fußpflegern in vielen Landkreisen (Abhängig von  den jeweiligen Gesundheitsämtern) untersagt. Auch dürfen Podologen Diabetes mellitus Patienten nur nach Anweisung eines Arztes behandeln.

In einigen Landkreisen und Bundesländer wie z.B. in Hessen und Baden-Württemberg ist es nach Rücksprache mit den jeweiligen Gesundheitsämter auch Fußpflegern mit entsprechender Zusatzqualifikation gestattet, Patienten mit einer bestimmten Form der Diabetes zu behandeln. Die erforderlichen Zusatzqualifikationen können je nach Regierungsbezirk unterschiedlich ausfallen.

Das Gesundheitsamt Frankfurt erwartet von Fußpflegerinnen, die ihre Ausbildung an der Fußpflegeschule Schäfer in Frankfurt absolviert haben, die dokumentierte Auseinandersetzung mit der Risikogruppe Diabetes-mellitus, z.B. durch den Diabetiker-Lehrgang belegt, und den 30- bzw. 40-stündigen Sachkundenachweis gem. der Infektionshygieneverordnung.

Förderungsmöglichkeiten bei allen Fußpflege-Ausbildungen:

Wenn Sie an der Kosmetikschule Schäfer in Gießen einen Kurs, Schulung, Lehrgang, Seminar oder eine Ausbildung besuchen, können Sie – je nach Bundesland – einen Qualifizierungsscheck, einen Prämiengutscheins oder einen Bildungsscheck vom Staat als Zuschuss erhalten. Dieser Scheck/Gutschein kann für Sie bis zu 500,- Euro wert sein! Gefördert werden pro Jahr bis zu 50% der Weiterbildungskosten – maximal jedoch 500 Euro. Alle Infos zur Förderung finden Sie hier: Förderungen und Zuschüsse